Arterielle Durchblutungsstörungen, Aneurysmen und Gefäßverengung

Arterielle Durchblutungsstörungen können heutzutage meist sicher durch eine interventionelle Behandlung z.B. mit einem Ballonkatheter mit oder ohne Stent und seltener durch eine Operation behandelt werden. Lassen Sie sich von unseren erfahrenen Ärzten beraten.

Durchblutungsstörungen der Beine und Füße (selten der Arme)

Eine verminderte Durchblutung der Beine entsteht meist durch Ablagerungen in den Schlagadern (Arterien). Diese sogenannte Arteriosklerose führt zu Verengungen oder Verschlüssen der Gefäße und damit zu einer eingeschränkten Durchblutung der Beine (sogenannte pAVK – periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Typisch sind Schmerzen beim Gehen und Treppensteigen, die Betroffene immer wieder zu kurzen Pausen zwingen. Deshalb spricht man auch von der „Schaufensterkrankheit“.

  • Stadium I: Die Gefäßverengungen verursachen noch keine Beschwerden und bleiben oft unbemerkt.
  • Stadium II: Beim Gehen treten Schmerzen im Bereich der Waden, Oberschenkel oder im Gesäß auf. Die schmerzfrei mögliche Gehstrecke wird zunehmend kürzer.
  • Stadium III: Schmerzen bestehen nun auch in Ruhe, besonders nachts oder beim Hochlagern der Beine.
  • Stadium IV: Selbst kleine Verletzungen heilen schlecht. Wunden entstehen teilweise auch ohne erinnerliches Trauma. Es kann zu Infektionen und Absterben von Gewebe kommen. Im schlimmsten Fall wird eine Amputation notwendig.

Die Stadien III und IV stellen stets eine dringlich behandlungsbedürftige Erkrankung dar.

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Durchblutungsstörungen des Gehirns

Ein Schlaganfall entsteht häufig durch eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Dabei wird Hirngewebe vorübergehend oder dauerhaft geschädigt, was schwere gesundheitliche Folgen haben kann.

Oft liegt die Ursache in verengten Halsschlagadern. Ablagerungen in den Gefäßwänden (sogenannte Plaques) können die Arterien zunehmend einengen oder vollständig verschließen (Carotisstenose). Zusätzlich können sich an diesen Stellen Blutgerinnsel bilden, die einen Schlaganfall auslösen.

Warnzeichen können sein:

  • Einseitige Schwäche oder Lähmungserscheinungen
  • vorübergehender Sehverlust auf einem Auge
  • Sprachstörungen
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Gefühlsstörungen

Diese Symptome sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.

Aortenaneurysma – Erweiterung der Hauptschlagader

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung einer Schlagader. Ursache ist meist eine Schwäche der Gefäßwand. Besonders häufig betroffen ist die Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma). Grundsätzlich können Aneurysmen jedoch an jeder Schlagader entstehen.

Die größte Gefahr besteht darin, dass die Gefäßwand reißen kann. Dadurch entstehen lebensbedrohliche innere Blutungen. Ab einer bestimmten Größe sollte ein Aneurysma daher behandelt werden.

Da Aneurysmen häufig keine Beschwerden verursachen, bleiben sie oft lange unentdeckt.

Allgemeine Risikofaktoren und Diagnostik der arteriellen Gefäßerkrankungen:

Ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen haben insbesondere Menschen mit:

  • Bluthochdruck (art. Hypertonie)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • erhöhten Cholesterinwerten (LDL-Cholesterin = schlechtes Cholesterin) bzw. Fettstoffwechselstörungen (Lipoprotein (a)-Erhöhung)
  • Nikotinkonsum
  • familiäre Häufung von Gefäßerkrankungen

Unsere spezialisierten Ärztinnen und Ärzte können diese Erkrankungen mithilfe moderner Ultraschalluntersuchungen sowie ergänzender Funktionsdiagnostik der Beine frühzeitig und schonend erkennen.

Je nach Befund erfolgen anschließend:

  • weiterführende Untersuchungen, meist mittels MRT
  • Empfehlungen zur Optimierung von Risikofaktoren und Lebensstil
  • oder die Planung einer geeigneten Therapie.

Wir beraten Sie gerne ausführlich zu Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.

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